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Nofollow

Der „nofollow“ tag gibt Bots die Anweisung, den damit markierten Links nicht zu folgen. Je nach Einbindung bezieht er sich auf sämtliche Links einer Site, einer URL oder nur auf einen einzelnen Link. Google gibt an, den entsprechenden Links „im Allgemeinen“ nicht zu folgen. Auf die Darstellung im Frontend hat „nofollow“ keine Auswirkungen.

Nofollow in HTML formulieren

Der Befehl ist ausgesprochen kurz und lautet:

  • Für alle Links innerhalb einer URL: <meta name=“robots“ content=“nofollow“ />. Man bindet ihn im Head-Bereich ein.
  • Für einen einzelnen Link: <a href=“URL“ rel=“nofollow“> Link</a>. Der tag wird direkt dem HTML-Link hinzugefügt.
Zweck der Verwendung

Der nofollow tag ermöglicht es, Links auf andere Seiten zu setzen,

  • ohne dass die Zielseiten allein dadurch in den Google-Index gelangen können (vielleicht aber auf anderem Weg) und
  • ohne dass die verlinkende Seite Relevanz, sog. „Juice“, an die Zielseiten abgibt

Anlässe für nofollow

Es gibt mehrere denkbare Anlässe, Suchmaschinen vom Folgen eines Linkziels abzuhalten.

  • Links zielen auf Seiten, die nicht im Index der Seite auftauchen sollen. Zum Beispiel weil sie nur für bestimmte Nutzergruppen oder nur für kurze Zeit angelegt sind.
  • Werbe-Links. Google fordert Website-Betreiber auf, bezahlte Links mit nofollow zu kennzeichnen. Andernfalls könnte sich eine hohe Anzahl an Links auf Seiten, die dafür Geld oder Provisionen in Aussicht stellen, das Ranking dieser Seiten künstlich positiv beeinflussen.
  • Fragwürdige Inhalte der Zielseite. Da man selbst vermutlich gar nicht erst den Link setzen würde, bezieht sich dieser Grund eher auf User-Generated-Content. So kann man z.B. mögliche Spam-Links in Leserkommentaren mit nofollow von vornherein entwerten.

Bedingungen für nofollow

Soll nofollow verhindern, eine Zielseite zu indexieren? Dann lohnt sich der Einsatz nur, wenn Bots nicht auch auf anderem Weg auf dieselbe Zielseite gelingen können. Das bedeutet:

  • Bots dürfen auch keine anderen Seiten im gesamten Web kennen, die auf dieselben Zielseiten verlinken. Denn darüber könnten sie diese ja ebenfalls indexieren.
  • Die Zielseiten sind nicht in der XML-Sitemap der Ziel-Domain vorhanden.
  • Sämtliche anderen Webseiten, die auf dieselben Zielseiten verlinken, haben ihre Links dorthin ebenfalls mit „nofollow“ gekennzeichnet.

Nofollow und noindex

Häufig verwechseln Online-Berater die Funktionen von „noindex“ und „nofollow“ – oder halten es für nötig, beide immer zu kombinieren. Tatsächlich sind die zwei tags voneinander unabhängig und haben unterschiedliche Funktionen. Da beide aber Anweisungen an Bots geben, stehene sie oft nebeneinander im robots tag.

Enthält der Meta robots tag einer Seite den Hinweis noindex, so soll eine Suchmaschine die vorliegende Seite nicht in den Index aufnehmen. Sie kann aber allen Links der Seite folgen – außer, man verwendet zusätzlich den nofollow tag. Umgekehrt kann man den Bots alle Links einer Seite „verbieten“, aber die Seite durchaus in den Index aufnehmen lassen.

Nur im Quelltext enthalten, für Besucher nicht sichtbar

Der tag „nofollow“ steht lediglich im Quelltext einer Seite (URL). In der Frontend-Darstellung der entsprechenden Webseite ist er wie title tag und meta description nicht zu sehen.